Manuscript

Der Begriff Manuscript leitet sich von den beiden lateinischen Wörtern Manu und scriptum ab, die soviel bedeuten wie etwas von Hand geschriebenes. Heute werden auch Schriftstücke die maschinell geschrieben wurden und zur Druckvorlage dienen sollen als Manuskript bezeichnet.

Früher, als die Möglichkeit noch nicht bestand, Texte durch verschiedene Drucktechniken zu vervielfältigen, kam dem Manuskript eine große Aufgabe zu. Es war die einzige Möglichkeit, Informationen zu verbreiten und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Im Mittelalter war das Herstellen von Manuskripten eine aufwendige Arbeit. Ein Manuskript enthielt nicht nur die Information oder das literarische Werk, sondern wurde zusätzlich noch reichhaltig und aufwändig verziert und mit Ornamenten versehen. Etwas später entwickelte es sich zum Standart, dass der jeweils erste Buchstabe eines Kapitels besonders schön geschwungen wurde und sogar kleine Bilder enthielt oder selbst in kleine Bilder eingebettet war. Mit der Erfindung des Buchdrucks verlor das Manuskript dann als Informationsträger und Speichermedium an Bedeutung.

Fortan konnten, anders als beim Manuskript, Schriftwerke egal welchen Inhalts in großer Menge hergestellt werden. Das Manuskript aber verschwand nicht von der Bildfläche, sondern lebte weiter und lebt auch bis heute noch. Wenn ein Schriftsteller an einem Buch arbeitet, tut er dies mit Hilfe eines Manuskripts, das sozusagen den Rohentwurf für sein neues Buch darstellt. Es hat sich also verändert, ist aber immer noch vorhanden. Als Arbeitsunterlage für jeden der Texte verfasst und bearbeitet leistet das Manuskript nach wie vor gute Dienste. Auch die Mitschrift, die Studenten während einer Vorlesung anfertigen um sie danach in eine Reinform zu bringen, kann man im weiteren Sinn als Manuskript bezeichnen.

Während ein Manuskript im privaten Bereich natürlich keinen Regeln unterworfen ist, wird von den Verlagen oft die Einhaltung bestimmter Kriterien verlangt, wie beispielsweise das Einhalten von 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen pro Seite. Auch der Zeilenabstand wird in diesen Anforderungen ebenso wie die Schriftgröße genau festgelegt. Allerdings verliert das Manuskript als Druckvorlage an Bedeutung, da die Druckereien immer häufiger  die Daten in Digitaler Form benötigen um sie mit ihren Druckmaschinen weiter zu verarbeiten.

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